Endlich finde ich mal wieder Zeit zum Schreiben! Also: Montags bin ich mit Trolley und UNGESCHMINKT mit S-Bahn und Stadtbahn zur Seiter-Klinik nach Stuttgart gefahren. Dort ließ man mich ganz schön warten: Auf 10 Uhr war ich einbestellt worden, bis ich dann in den OP durfte, war es 12.30 Uhr. Davor durfte ich noch mein Zimmer beziehen, das ganz okay war. Im OP bekam ich über den Handrücken das Narkosemittel gespritzt, und fiel in einen tiefen Schlaf. Später wurde ich dann aufgeweckt (leider! ich dachte, ach lasst mich doch noch ein bißchen schlafen) und befand mich im Aufwachraum. Meine Zähne klapperten und ich fühlte mich sehr schwach. Sie ließen mich gleich ein paar Runden gehen, ich hatte einen dicken Verband. Aber keine Schmerzen, das war okay. Es war halb vier.
Danach brachte mich eine nette Krankenschwester aufs Zimmer und bald darauf gab es Tee und Kuchen. Nett! Abends kam mein Mann mit meiner Mutter und den beiden Kindern vorbei. Ich stillte Felix, denn die Narkoseärztin hatte gemeint, das schlimmste, was passieren könne, sei, dass er ein bißchen müde werden könnte. Dieser Effekt war sogar erwünscht, deshalb legte ich Felix an und er trank ganz normal. Beim Abschied weinte er nicht, zum Glück. Für die Nacht brachte mir die Schwester eine Schmerztablette und ich dachte, ich würde sie nicht brauchen. Es war aber dann doch ganz gut, gegen 3 Uhr habe ich sie genommen.
Am nächsten Tag wurde der Verband abgenommen. Ich habe zwei Nähte: Eine in der Leiste mit 6 Stichen und eine in der Kniekehle mit zwei Stichen. Drei Wochen werde ich nun am rechten Bein einen Kompressionsstrumpf tragen. Am Dienstag gab es jede Menge Anwendungen: Lymphdrainage, Ultraschall gegen die Blutergüsse, kalte Wadenwickel. Es wurde nicht langweilig.
Und da bei mir alles so gut aussah, wurde ich am Dienstagabend entlassen. Mein Mann, der zusammen mit meinem Vater und Felix kam, nahm mich dann gleich mit nach Hause. Richard holten wir noch von meiner Schwägerin ab und fuhren nach Hause.
Zum Glück haben mich in den letzten Tagen meine Eltern abwechselnd unterstützt, denn ich soll nicht heben, also auch Felix nicht hochheben, um die Naht in der Leiste nicht zu belasten.
Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist! Am Dienstag werden die Fäden gezogen und dann mal schauen, was die Ärzte sagen.
Freut mich das alles gut gelaufen ist.